Angebliche "Detektive" ermitteln bei Immobilienbetrug

In Grauer Kapitalmarkt vom 01.11.2011

In der letzten Zeit wenden sich dubiose "Detektive" an die geschädigten Schrottimmobilienbesitzer. Es handelt sich um "Detektei Werner" und um "Bessler Detektive".

Angebliche "Detektive" ermitteln bei Immobilienbetrug Interessanter Weise befinden sich beide Detekteien in Berlin, Friedrichstr. 200. Bis auf Kleinigkeiten sind die beiden Brief der besagten Kanzleien identisch.

Bei den Recherchen im Internet ist jedoch keine der beiden Detekteien unter der angegebenen Adresse zu finden. Ich habe mich für die weitere Recherche direkt nach Berlin begeben, um die beiden Detekteien persönlich aufzusuchen.

Bei der beagten Adresse handelt es sich um einen noblen Bürobau mit Pförtner. Weder bei den Firmenschildern im Eingangsbereich, noch auf den Briefkästen waren die Detekteien zu finden. Nach einem Gespräch mit dem anwesenden Pförtner wurde bestätigt, dass bei Detekteien unter dieser Adresse nicht bekannt sind. Es hätten sich aber bereits mehrere Personen gemeldet und nach den Detekteien gefragt.

Was steckt nun dahinter? Es hat den Anschein, dass es sich hier um Personen handelt, die im Auftrag einer Rechtsanwaltskanzlei Schrottimmobilienbesitzer anschreiben, um Mandanten zu gewinnen. Die Adresslisten dürften von der noch unbekannten Rechtsanwaltskanzlei zur Verfügung gestellt worden sein.

Wir können nur dringend davon abraten, auf diese Schreiben hereinzufallen. Falls ein Geschädigter Schreiben von diesen "Detektiven" erhalten hat und erfahren hat, welche Rechtsanwaltskanzlei dahintersteckt, bitten wir um Mitteilung an die Redaktion.

Wie steht es so schön in dem Schreiben: "Nichtstun schützt die Täter".

Johann Tillich
Redakteur



Schreiben der angeblichen "Detektive"