Betrugsfonds K1: Arrest gegen Helmut Kiener
Ein Jahr nach der Verhaftung von Kiener erfolgt endlich die Anklage. Amtsgericht Würzburg und Landgericht Aschaffenburg erlassen Arrestbefehle auf das Vermögen des Herrn Kiener.
Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat Vermögenswerte des Herrn Kiener beschlagnahmt, der wegen seines Betrugsfonds K1 in Untersuchungshaft sitzt. Es handelt sich dabei um Geldforderungen und Grundstücke.
Die Kanzlei Mattil & Kollegen hat zivilrechtliche Arrestbefehle beantragt, die zu Gunsten geschädigter Anleger erlassen wurden. Mit den Arresten, bei denen es sich um Eilverfahren zum Zwecke der Vermögenssicherung handelt, wurden die bekannten Vermögenswerte zu Gunsten der Anleger gepfändet.
Mit seinem Hedgefonds-System hatte Helmut Kiener von 1996 bis 2009 zahlreiche Privatanleger angeworben. Etwa 8.000 Sparer investierten mehr als 100 Mio Euro in K1-Genussrechte. Darüber hinaus emittierte die Barclays Bank ein Zertifikat, die Versicherung Vienna Life eine Lebensversicherungspolice auf die K1 Fonds. Die Französische Bank BNP Paribas und die Britische Barclays Bank investierten über 270 Mio Euro in die K1 Fonds des Herrn Kiener.
Der Verbleib des Geldes ist bislang ungeklärt. Die Liquidatoren der K1 Fonds haben mitgeteilt, dass keine Geldanlagen durch die Fonds stattgefunden haben. Der Verbleib der veruntreuten Anlegergelder ist zum größten Teil ungeklärt.
Die Staatsanwaltschaft Würzburg wird in Kürze Anklage gegen Herrn Kiener und weitere Personen erheben.
Mattil & Kollegen
Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht
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