VfE-Schuldnerberatung informiert: Verbraucherinsolvenz - Woran erkenne ich eine gute Beratungsstelle?
In Insolvenzen vom 12.08.2012
Immer wieder verkünden die staatlich geförderten Schuldnerberatungsstellen vollmundig, dass alle Institutionen, die Verbraucherinsolvenzen bearbeiten und dafür Gebühren verlangen unseriös sein sollen.
Mittlerweile melden sich bei uns viele Verbraucher, die mit staatlich geförderten Stellen, die die Verbraucherinsolvenz durchführen sollten, schlechte Erfahrung gemacht haben.
Es nutzt den Verbraucher nichts, wenn er nichts zahlen muss, aber auch eine schlechte oder gar keine Leistung erhält.
Nachfolgend sind einige Hinweise aufgeführt, worauf Sie bei den staatlich (durch Steuergelder) geförderten Schuldnerberatungsstellen achten sollen.
Leider ist es immer noch ein großes Ärgernis:
Der Terminnotstand der Schuldnerberatungen. 6 bis 12 Monate Wartezeit sind nicht die Ausnahme sondern eher die Regel. Das eine zeitnahe Beratung bzw. Betreuung dabei nicht gegeben ist versteht sich von selbst.
Darum sind die Betroffenen schon froh, überhaupt einen Termin zu bekommen.
Der erste Eindruck
Erste Zweifel kommen dem Hilfesuchenden, wenn er endlich vor "seinem Berater" sitzt und sich dieser vom Alter und Outfit her so darstellt, dass ersteres wenig Vertrauen in die Lebenserfahrung weckt und wohl eher den Verdacht erhärtet, frisch von der Uni gekommen zu sein und/oder hier seine ersten Übungen im sozialen Bereich zu machen. Gefährlich wird es wenn Sie eine Rechtsanwältin E. Richter ohne Schuhe begrüßt.
Spezialisierte Schuldnerberatung oder Gemischtwarenladen?
Es ist relativ schwierig Allgemeines über andere Beratungsstellen zu sagen. Soviel ist aber sicher: Beratungsstellen die sich ausschließlich der Beratung überschuldeter Haushalte verschrieben haben, sind ganz allgemein sicher sachkundiger und engagierter als Gemischtwarenläden in der Beratungsszene. Diese erkennt man daran, dass der Berater an seiner Tür noch weitere Arbeitsgebiete angibt für die er zuständig ist. Beispiele finden sich bei den großen Sozialorganisationen Caritas, Diakonie und AWO recht häufig. Steht also neben "Schuldnerberatung" noch was anderes wie z. B. "pädagogische Konfliktberatung, Jugendhilfe, medizinischer Dienste, oder was weiß ich noch an der Tür: Finger weg! Der/die Mann / Frau hat keine Ahnung. Einige dieser sog. staatlich geförderten Schuldnerberater sind vom Hauptfach Diplom-Ernährungsberater, Diplom-Sozialpädagoge usw. Ob diese Berater der Rechtsabteilung einer Bank überleben?
Unabhängige oder scheinbar unabhängige Beratungsstelle?
Viele Beratungsstellen brauchen für ihre Existenz Geld von den Banken oder von den Kommunen. Verbraucherzentralen sind da ein schlechtes Beispiel. Diese erhalten für ihre Tätigkeit häufig Geld von Sparkassen und/oder Volksbanken oder auch von den Städten. Man sollte also nicht gerade bei diesen Gläubigern verschuldet sein, wenn man dort Rat sucht. Das kann ins Auge gehen!
Fachberater oder Lusche?
Mangels ausreichender Geldmittel funktionieren viele Beratungsstellen nur auf der Basis von Zuschüssen des Arbeits- oder Sozialamtes.
Zu qualifizierter Erfahrung kommt es dann auch gerade nicht.
Vorsicht , die Gläubiger sind hartnäckiger als ihr Berater! Können Sie das gebrauchen?
Selbständig gewesen?
Pech gehabt, Sie will nun wirklich keiner haben und von der speziellen Problematik haben die meisten keine Ahnung. Sie werden dann zu einem Rechtsanwalt geschickt, der aber viel Geld kostet.
Aber es gibt auch Ausnahmen.
Der Verein für Existenzsicherung e. V. betreut neben Verbrauchern auch Selbstständige, Immobilienbesitzer und jeden Verbraucher, der in finanzielle Not gerät. In vielen Fällen konnte sogar eine Insolvenz, wie von den öffentlich geförderten Stellen vorgeschlagen, durch unsere Spezialisten durch Verhandlungen mit den Gläubigern vermieden werden. Und das Beste: Keine Wartezeiten!
Bedenken Sie die alte Weisheit:
Was nichts kostet - taugt nichts!








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