Warnung bei sogenannter „Eigenkapitalfinanzierung"

In Recht vom 23.03.2006

Wer einen Kredit bei einer Bank aufgenommen hat und das daraus stammende Geld als „Eigenkapital" deklariert, kann sich des Kreditbetrugs schuldig machen!

Immer wieder werden dem VfE Unterlagen vorgelegt, aus denen hervorgeht, daß mehr als eine Bank Kredit gegeben hat. Dabei wird ein Kredit oft als "Eigenkapital" ausgegeben. Dies stellt eine Täuschung dar. Denn dieses Kapital ist kein Vermögen des Kreditnehmers, sondern eine weitere Schuld, da es sich nur um Fremdkapital handelt.

Dieses Geld wird beispielsweise auf ein Konto der anderen Bank
"umgebucht", um damit "Eigenkapital" vorzuspiegeln, das es in Wahrheit gar nicht gegeben hat. Juristen ordnen dieses Vorgehen als Variante des Kreditbetrugs ein.

Der VfE rät, nachzuforschen, ob in Einzelfällen solche Methoden angewandt wurden. Dann sollte dringend geprüft werden, ob Anzeige erstattet werden soll.