ARD 17.09.12 um 21:50 Uhr: Abgezockt statt abgesichert – Das schmutzige Geschäft mit Schrottimmobilien

Erst bei einem geplanten Verkauf stellten die Immobilienerwerber fest, dass noch hohe Schulden übrigbleiben würden. Doch auch heute boomt das Geschäft weiterhin, dank Finanzkrise.

Versprechen, wie Alterssicherung ohne Eigenkapital,“ rundum sorglos Packet“, nach 10 Jahren mit hohem Gewinn verkaufen, bankgeprüft waren null und nichtig. Die Immobilien wurden per Kredit über namhafte Banken, wie Deutsche Bank, ING-DiBa, DKB, DSL, GMAC und auch Sparkassen finanziert und die Kunden glaubten an den guten Ruf dieser Banken. Versprochen wurde, dass die Mieteinahmen und Steuervorteile dafür sorgen soll, dass sich die Wohnung von selbst rechnet.

Dabei sind die Hintermänner und ihre Methoden seit Jahren bekannt. Fliegt eine ihrer Firmen auf, wird einfach eine neue gegründet und weiter abgezockt. Sie leben in Saus und Braus: Villen und Ferraris bezahlt vom Geld ruinierter Familien.

Diese Abzocker müssen an den Pranger gestellt werden. Hier arbeiten Bauträger, Vermittler, Notare und Banken Hand in Hand und die Käufer sind lebenslang wirtschaftlich ruiniert. Oft droht der Verlust des gesamten angesparten Vermögens und danach die Verbraucherinsolvenz.

Wir fordern, dass in diesen Fällen die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges aufnimmt. Erste Ermittlungen und Verurteilungen liegen bereits vor.

Auch wenn Banken sich gerne als Unschuldslämmer hinstellen, sind sie maßgeblich an der Abzocke beteiligt. Würden diese den Immobilienwert realistisch in die Beleihungsprüfung einbeziehen, hätten diese Immobilien niemals finanziert werden dürfen.

Share