Dachau: Schuldnerberatung VfE e.V. bearbeitet im Vergleich zur Caritas doppelt so viele Insolvenzen

Dass sich für die Bearbeitung / Durchführung eines Insolvenzverfahrens nur rund jeder Fünfte an die Caritas wendet, verwundert nicht sonderlich.

Denn bei der Schuldner- und Insolvenzberatung steht heutzutage nicht mehr der sozialpädagogische, sondern vielmehr der fachlich qualifizierte Bereich im Fokus.

Da es keine Ausbildung zum Schuldnerberater gibt, muss sich der Verbraucher an objektiven Qualitätsmerkmalen orientieren können. So haben die Mitarbeiter des VfE e.V. ein Zertifikat der Industrie- und Handelskammer (IHK) über die Teilnahme an einem mehrmonatigen IHK-Zertifikatslehrgang Schuldenberatung inkl. erfolgreicher IHK-Zertifikatsprüfung und verfügen über umfassende Kenntnisse der Insolvenzordnung und der jeweils aktuellen Rechtsprechung.

Keine oder nur sehr kurze Wartezeiten auf einen Termin und anwaltliche Vertretung im Insolvenzverfahren runden das Angebot des VfE ab, während im Jahresbericht der Caritas Dachau zu lesen ist, dass die Kapazitäten dieser Beratungsstelle nicht völlig ausreichen um alle Ratsuchenden ausführlich beraten zu können. Und dies, obwohl Fallpauschalen von der Landesregierung an die Caritas gezahlt werden, die sogar höher liegen als die Sätze für Rechtsanwälte bei Beratungshilfe.

Fast 50% aller Insolvenzverfahren im Landkreis Dachau werden durch den VfE e.V. bearbeitet

„Eine Schuldnerberatungsstelle ist natürlich auch der Seriosität verpflichtet und nicht irgendwelchen besonderen Interessen“, meint Thomas Tillich, Leiter des Referats Insolvenzen beim VfE auf die Frage, warum sich fast 50% der Landkreisbürger bei der Bearbeitung eines Insolvenzverfahrens für den VfE entschieden haben. „Die Caritas bedankt sich im Jahresbericht 2013 sehr herzlich bei der Sparkasse Dachau für die finanzielle Unterstützung und ebenso bei der Volksbank Raiffeisenbank Dachau für die großzügige Spende. Jeder, der Geschenke annimmt, setzt sich natürlich einem „Geschmäckle aus, dass es auch andere Interessen als die der Objektivität und der Wahrhaftigkeit gibt“, so Tillich weiter.

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