Essen: Lange Haft für betrügerische Makler von Schrottimmobilien

Schon Mitte 2009 leitete das zuständige Finanzamt nach zahlreichen Anzeigen geprellter Kunden das Strafverfahren ein. Nach umfangreichen Ermittlungen durchsuchten Fahnder im folgenden Jahr die Wohn- und Geschäftsräume der Angeklagten mit Erfolg.

Lange Zeit schwieg das Quartett, dessen Masche immer die gleiche war: Sie suchten arglose Käufer für renovierungsbedürftige Immobilien, verkauften diese als „Steuersparmodell“ und kassierten kräftig ab, wie es in der Praxis häufig vorkommt. In diesen Fällen ging der Betrug jedoch weit über die reinen Provisionszahlungen hinaus.

Banken wurde ein höherer Verkaufswert vorgetäuscht, die Bonitäten der oft einkommensschwachen Kreditnehmer geschönt und diesen sogar ein Teil des Darlehens überlassen, um alte Schulden abzulösen. Hier hatten die Kreditinstitute das Nachsehen, da die vergebenen Kredite mangels Liquidität größtenteils nicht bedient wurden. Sogar das Finanzamt machte einen Steuerschaden von 600.000,-€ geltend… Vielleicht daher das harte Urteil?

Ein schönes Geschäft mit der Armut von Menschen, die eher „zum randständigen Teil der Gesellschaft gehören“, wie das Gericht es treffend ausdrückte.   

Hierzu ein Zitat:

„Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen.“ – Edmund Burke –

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