Familie vor Zwangsräumung gerettet

Als Frau D. im Büro vom Verein für Existenzsicherung e.V. anrief und ihre Notlage schilderte, stand sogar Hr. Johann Tillich das Entsetzen auf der Stirn. Innerhalb von zwei Wochen sollte die Wohnung der Familie durch den Gerichtsvollzieher zwangsgeräumt werden. Eine neue Wohnung war noch nicht gefunden. Hier war schnelles Handeln gefordert, die Verhandlungen mit der Wohnungsbaugenossenschaft, die auch Eigentümer ist, wurden sofort gestartet.

Der Telefonmarathon begann, Wohnungsbaugenossenschaft, Sozialamt, Familie D., Immobilienmakler usw. Das Sozialamt sicherte eine Kostenübernahme in Höhe von 7.200,- Euro zu, doch das war dem Eigentümer nicht genug. Die Mieter haben zu lange gewartet, deshalb hatte der Eigentümer kein Vertrauen mehr, alles oder nichts, war die Devise. Sie gingen noch weiter, denn als Sicherheit wollte die Genossenschaft 2.000,- Euro. Der geforderte Betrag war nun 10.000,- Euro, damit die Familie in der Wohnung bleiben könnte.

Nach langem Hin und Her konnte der Verein für Existenzsicherung e.V. die Genossenschaft dazu bewegen, die Kündigung rückgängig zu machen, die Zahlungen des Sozialamtes zu akzeptieren und der VfE legte die fehlenden 800,- Euro oben drauf. Um die Familie vor einer neuen Kündigung zu bewahren wurde ein Haushaltsplan erstellt und regelmäßige „Kontrollbesuche“ beim VfE erwartet.

Durch die jahrelange Erfahrung konnte der Familie geholfen werden, doch das hätte auch anders kommen können. Warten Sie deshalb auf keinen Fall solange, bis der Anspruchsteller handeln muss. Gehen Sie bereits rechtzeitig zu einer Schuldnerberatung.

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