Kammergericht Berlin: DKB (Deutsche Kreditbank AG) zu Schadenersatz verurteilt

Leitsatz des Kammergerichts Berlin:

Eine Bank, die sich im Zusammenhang mit der Finanzierung einer Eigentumswohnung von ihrem Kunden auf einem ihrer Vordrucke ausdrücklich bestätigen lässt, dass ein persönliches Gespräch mit einem namentlich benannten Vermittler stattgefunden habe, in dem die Finanzierung mit dem im Darlehensangebot enthaltenen Produkt Annuitätendarlehen erläutert worden sei, muss sich die Angaben, die dieser Vermittler zu dem Darlehen gemacht hat, zurechnen lassen.

Die Berufung der Beklagten gegen das am 16. Juni 2010 verkündete Urteil der Zivilkammer 4 des Landgerichts Berlin – 4 O 308/09 – wird auf ihre Kosten zurückgewiesen.

Dieses Urteil und das Urteil des Landgerichts sind ohne Sicherheitsleistung vorläufig vollstreckbar. Die Beklagte darf die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung oder Hinterlegung in Höhe des beizutreibenden Betrages zuzüglich 10 % abwenden, wenn nicht die Klägerin vor der Vollstreckung Sicherheit in gleicher Höhe leistet.

Die Revision wird nicht zugelassen.

Anmerkung des Verein für Existenzsicherung:
Die DKB behauptet immer, nur die Finanzierung durchgeführt zu haben und nichts mit dem Verkauf der Wohnungen zu tun zu haben.

Nun hat die DKB in den Darlehensangeboten folgenden Passus aufgenommen, den die Kunden auch unterschreiben mussten: „Ich bestätige ausdrücklich, dass ein persönliches Gespräch mit dem (Name des Vermittler) stattgefunden hat, in dem mir diese Finanzierung durch (Name des Vermittlers) erläutert wurde.

Nach der Auffassung des Kammergerichts haben die Vermittler die Bank bei der Anbahnung des Darlehens vertreten. Somit haftet die Bank auch unabhängig davon, was sie im konkreten Fall wusste.

Uns liegen mittlerweile Hunderte derartiger Fälle vor, in denen rechtlich gegen die DKB vorgegangen wird.

Betroffene können die Unterlagen zur kostenlosen Fallprüfung bei uns anfordern und sich der Klagegemeinschaft anschließen.

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