Neue Beweise gegen die ING-DiBa

Durch die Redaktion von VFE-TV wurden Presseanfragen an die ING-DiBa geschickt und um Auskunft gebeten, weshalb die vermieteten Wohnungen als eigengenutzt in dem Darlehensvertrag angegeben worden sind. Die Antwort lautete, dass diese Angaben durch die Immobilienerwerber gemacht wurden.

Nach Rückfragen bei den Immobilienerwerbern wurde jedoch bestätigt, dass diese niemals selbst einziehen wollten und die Wohnungen als vermietet verkauft wurden. Die Angaben in der Selbstauskunft wurden zum Großteil von den Vermittlern vorgenommen. Die ING-DiBa behauptet, dass die Darlehensnehmer bewusst falsche Angaben gemacht haben. Weiterhin behauptet die ING-DiBa nie etwas davon gewusst zu haben, dass die Wohnungen vermietet waren.

Durch die erneute Prüfung durch den Verein für Existenzsicherung e.V. stellte sich jedoch heraus, dass in den Notarverträgen eindeutig zu lesen war, dass die Wohnungen vermietet waren, der Verkäufer eine Mietgarantie gegeben hat, die Käufer in die laufenden Mietverträge eingestiegen sind und eine notariell beglaubigte Abschrift dieser Urkunde an den Darlehensgeber geschickt wurde.

Daher ist eindeutig nachgewiesen, dass der ING-DiBa sehr wohl bekannt war, dass es sich bei dem Erwerb und der Finanzierung um ein vermietetes Steuersparmodell handelte.

Diese Beweise wurden durch den Verein für Existenzsicherung e.V. an die Staatsanwaltschaft und an die Bundesanstalt für Finanzleistungen weitergeleitet.

Der Sachverhalt der auf die ING-DiBa zutrifft, trifft nach Prüfung der weiteren Unterlagen auch auf die DSL Bank zu. Auch dort liegen uns viele Fälle vor, in denen Wohnungen als eigengenutzt finanziert wurden. Von den Vermittlern wurden hier auch Bestätigungen eingereicht, dass die Erwerber selbst einziehen wollten. Dies war jedoch unmöglich, da auf diesen Wohnungen eine Mietpreisbindung bis teilweise 2033 bestand. Dies ist auch eindeutig in den Prospekten ersichtlich und somit war auch in diesen Fällen der DSL bekannt, dass es sich hier um eine vermietete Eigentumswohnung handelte.

Hier wird die Einreichung einer Strafanzeige durch unsere Rechtsanwälte gerade geprüft.

Der Verein für Existenzsicherung e.V. ist der Auffassung, dass Banken, die solche Schrottimmobilien bedenkenlos weit über den tatsächlichen Wert finanzieren und die Kunden damit ruinieren, endlich zur Verantwortung gezogen werden müssen. Gleiches gilt natürlich auch für Vermittler, Bauträger und Notare, die hier bewusst zusammenarbeiten und die Käufer von diesen windigen Steuersparmodellen vorsätzlich in den Ruin treiben. Weitere Strafanzeigen werden folgen.

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