Thema: Deutschland


S&K Anlagebetrug: Wirtschaftskrimi, Medienskandal und eine überforderte Bundesregierung

S&K Anlagebetrug: Wirtschaftskrimi, Medienskandal und eine überforderte Bundesregierung

Frankfurt/Hamburg/München: Der Skandal um die Frankfurter Immobiliengruppe S&K liest sich wie das neueste Drehbuch von Oliver Stone, der seinerzeit den legendären Film „Wallstreet“ produzierte und ist doch die die bittere Wahrheit für bis zu 100.000 geschädigte Anleger. Über ein betrügerisches Schneeballsystem sollen Kunden in dreistelliger Millionenhöhe geprellt worden sein. Die bundesweite Razzia begann am 19.02.13 mit Durchsuchungen von 130 Objekten in 7 Bundesländern. Von rund 50 Beschuldigten befinden sich derzeit neben den beiden Gründern der Gruppe S&K noch 4 weitere Hauptverdächtige in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Ermittler wurden alleine in den Privatwohnungen der Beschuldigten Bargeld und Sachwerte in Höhe von 2,5 Millionen Euro sichergestellt. Auch die Herausgeberin der Fachzeitschrift „Finanzwelt“ steht im Verdacht, gegen üppige Honorare ihr Magazin als Marketinginstrument zugunsten von S&K-Anlagen missbraucht zu haben. Bizarr erscheint in diesem Zusammenhang besonders ein geplanter Gesetzesentwurf der Bundesregierung, der die Kontrolle zur Wertfeststellung von Immobilienfonds weiter abschwächt.