Verbraucherinsolvenzen steigen

Die Schere zwischen arm und reich klafft immer weiter auseinander. Schlagzeilen der letzten Tage zeigen, dass die Armut immer weitere Kreis zieht. Erschreckende Meldungen: “ Mietrückstände in zweistelliger Millionenhöhe“, „Zahl der Verbraucherinsolvenzen verdoppelt“, „Mehrwertsteuer wird erhöht“. Es hat den Anschein, dass immer mehr Verbraucher durch Arbeitslosigkeit, Preisteigerungen und Überschuldung keine Zukunftsperspektive haben. Die Politiker bieten keine Lösungen. Selbst die öffentlich geförderten Verbraucherberatungsstellen bieten in den seltensten Fällen Hilfe und Lösungen. Viele kämpfen selbst um die eigene Existenz.

Fakt ist: Verbraucher haben keine Lobby

Der neu gegründete Bundesverband der Verbraucher für Europa e.V. i. Gr. will dies ändern. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, eine schlagkräftige Organisation zur Durchsetzung der Interessen der Verbraucher zu werden. Hierbei versteht sich der Bundesverband der Verbraucher für Europa e.V. nicht als Konkurrenz zu den bestehenden öffentlich geförderten Verbraucher-schutzverbänden, sondern als notwendige Ergänzung.

Den Verbraucher belasten zum einen die Zumutungen und ver-meintlichen Zwänge der Politik: Die Einführung der Praxisgebühr war eine versteckte Erhöhung der Beiträge zur Krankenversicherung, die bevorstehende alleinige Finanzierung des Zahnersatzes und des Krankengeldes für Arbeitnehmer ebenso. Die nominalen Nullrunden für die Rentner sind effektiv Rentenkürzungen und die neuen Regelungen zum Arbeitslosengeld treiben die Bürger auf die Straße. Zum anderen wird den Menschen das Geld durch Anlageberater und Banken aus der Tasche gezogen. Gerade erst musste gerichtliche festgestellt werden, dass Banken für die Rückgabe von Lastschriften keine Gebühren nehmen dürfen. Trotz der Entscheidung des Bundesgerichtshofes werden dreister weise diese Gebühren weiter kassiert. Besonders schlimm sind betrügerische Anlagevermittler die das Unwissen und die Leichtgläubigkeit der Verbraucher ausnutzen.

Aber auch die Frage, warum es ca. 250 gesetzliche Krankenkassen geben muss, alle mit einem eigenen Verwaltungsapparat, die letztlich alle die gleichen gesetzlich vorgeschrieben Leistungen anbieten, wird uns beschäftigen. Für viele Gewer-betreibenden ist nicht nachvollzieh-bar, warum die freien Berufe von der Gewerbesteuer ausgeschlossen sind. Die Gewerbesteuer ist ihrem Sinn nach eine Abgeltung der den Gewerbetreibenden zur Verfügung gestellten Infrastruktur. Von dieser profitieren alle Einwohner eines Ortes.

Der Verein für Existenzsicherung e.V. wird diese und ähnliche Themen, die den Verbrauchern auf den Nägeln brennen, aufgreifen und gezielte Lobbyarbeit zugunsten der viel zitierten „kleinen Leute“ machen.

Der Zweck des Vereins ist (laut Satzung) die Verbraucherinformation und die Verbraucheraufklärung. Gegen Personen oder Institutionen die den Verbrauchern unmittelbar schaden, wird der Verein vorgehen und dieses Verhalten öffentlich ma-chen. In diesem Zusammenhang wird auch vor gerichtlichen Schritten nicht zurückgeschreckt. Auf ermittlungsunwillige Staatsanwälte wird beständiger Druck ausgeübt.

Der Verein untersucht und erforscht die Zusammenhänge, die zu existenz-bedrohlichen Situationen für Verbraucher führen und wird alle Ergebnisse unmittelbar der Öffent-lichkeit zugänglich machen. In In-formationsveranstaltungen und Drucksachen wird der Verein Auf-klärungsarbeit zum Nutzen der Verbraucher leisten. Bei Fragen und Problemen können sich Hilfesuchende unmittelbar an den Verein wenden, die Mitglieder sind aufgrund ihrer nachgewiesenen beruflichen Qualifikation und ihrer menschlichen Eignung in der Lage den Vereinszweck aktiv zu fördern.

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