Verjährung Schrottimmobilien – Was Anleger beachten müssen!

Nachdem zum 31.12.2011 die „absolute Verjährung“ für sogenannte „Alt-Fälle“, d. h. für Fälle, die vor 2002 gespielt haben, eingetreten ist, sollten betroffene Anleger, welche ihre Immobilie ab dem Jahre 2003 erworben haben, dringend prüfen lassen, ob nicht bereits eine Verjährung gemäß dem § 199 Abs.1 Nr. 2 BGB eingetreten ist.

Generell gilt für die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen gegenüber den Vermittlern, Vermittlungsfirmen, Banken und auch Notaren die regelmäßige Frist von 3 Jahren. Gemäß der Rechtsprechung des BGH bezüglich § 199 Abs. 1 BGB können Ansprüche dann als verjährt angesehen werden, wenn ein Gericht davon ausgeht, dass die schadenbegründenden Umstände positiv bekannt waren oder aber ein Anleger im Sinne der Rechtsprechung grob fahrlässig gehandelt hat. Grob fahrlässig handelt ein Anleger in der Regel dann, wenn er nach normalem Geschehensablauf Umstände kannte, welche ihn möglicherweise dazu hätten veranlassen müssen, hier Schadenersatzansprüche geltend zu machen. Es muss sozusagen ein Verschulden gegen sich gegeben sein.

Ungeachtet dessen ist neben der Regelverjährung von 3 Jahren auch zu beachten, dass der Gesetzgeber ab dem Jahre 2002 eine 10-jährige Verjährungsfrist als Höchstfrist eingeführt. Erwerber aus dem Jahre 2003 zum Beispiel müssten ihre Ansprüche spätestens bis 31.12.2013 geltend gemacht haben. Das Gleiche gilt selbstverständlich für das Jahr 2014 und so weiter.

Entscheidend hierbei ist, dass die seit 01.01.2003 laufende Höchstfrist von 10 Jahren auf den Tag genau berechnet wird. Das heißt für Anleger, dass ab dem Tag der Kenntnis genau 10 Jahre dazwischen liegen dürfen, ehe die Ansprüche verjähren. Hat jemand mithin im Juli 2005 eine Wohnung erworben, verjähren die Ansprüche an dem Tag im Juli im Jahre 2015.

Betroffene Anleger sollten daher zum Jahresende prüfen lassen, ob möglicherweise eine Regelverjährung von 3 Jahren bereits eingetreten sein könnte oder aber ob Verjährungsfristen noch gewahrt werden können.

Betroffene Anleger sollten daher von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht die Verjährung prüfen lassen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte auch an den Vereein für Exiswtenzsicherung e. V.

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