VfE informiert: Strukturvertriebe machen weiter Jagd auf Verbraucher um überteuerte Steuersparmodelle zu verkaufen

Gerade in der heutigen Wirtschaftskrise, in denen täglich von Pleiten von Staaten und Banken berichtigt wird und Geldanlagen nur zu kleinsten Zinsen angeboten werden, boomen die Immobilienanlagen.

Berits heute sind betrügerische Strukturvertriebe und sog. Anlageberater unterwegs um völlig überteuerte Immobilien an den Verbraucher zu bringen. Selbstverständlich geht dies nur, wenn diese Hand in Hand mit den Banken zusammenarbeiten. Denn Banker wollen immer kräftig mitverdienen und dadurch finanzieren Sie die Immobilien wissentlich weit über den tatsächlichen Wert, denn Gier macht blind. In einem Beispiel wurde eine Immobilie mit einem Darlehen von 110.000,– € finanziert. Nachdem der Kunde Zahlungsschwierigkeiten hatte, wurde die Wohnung von einem Makler der Bank für 10.500,– € verkauft. Eine tolle Kapitalanlage? Die Opfer merken erst nach Jahren welche Kapital- und Existenzvernichtung Ihnen angedreht wurde.

Warum ist das so?

Die Vermittler preisen die „tollen“ Wohnungen gern als rundum sorglos Immobilie, die der Altersversorgung dient an. Versprechungen, wie „in 10 Jahren mit Gewinn verkaufen“, „Mietgarantie“, „man braucht sich um nichts zu kümmern“, „tolle Kapitalanlage“ usw. sind keine Seltenheit. Da diese wissentlich überteuerten Wohnungen, auch genannte „Schrottimmobilien“ sogar von den namhaften Banken sogar zu 100 % und mehr des notariellen Kaufpreises finanziert werden, gehen die Käufer davon aus, dass diese Objekte tatsächlich werthaltig sind.

Tatsächlich jedoch ist die Immobilie in den meisten Fällen allerdings nur zwischen 50 % und 60 % des angebotenen Kaufpreises wert. Der Rest sind Gebühren und Provisionen. Dem Kunden wird verschwiegen, dass die meisten Vermittler oder Strukturvertriebe für die Vermittlung dieser „Steuersparmodelle“ Innenprovisionen bis zu 20 % erhalten.

Was sind die Auswirkungen?

Bei einem Verkauf stellt der Immobilienbesitzer fest, dass er nach dem Verkauf der Wohnungen noch auf einem hohen Darlehensbetrag sitzen bleibt, den er an die Bank zurückzahlen muss. In einem Beispiel wurde eine Wohnung mit einem Darlehen von 110.000,– € finanziert. Nachdem der Darlehensnehmer Zahlungsschwierigkeiten bekam, wurde die Wohnung von einem Makler der Bank für 10.500,– € verkauft. Der Verlust beträgt ca. 100.000,– €. die der Kunde noch mit Zinsen an die Bank zurückzahlen soll. Anstatt einer versprochenen rentablen Kapitalanlage und Altersversorgung droht nun die Privatinsolvenz.

Was war in der Vergangenheit?

Bereits in den 90er Jahren wurden mehr als 1 Millon Verbraucher mit wertlosen Immobilien über den Tisch gezogen. Die Anleger blieben auf hohen Schulden sitzen. Die bekannteste Bank, die damals diese „Schrottimmobilien“ finanzierte war die HypoBank (heute HypoVereinsbank). Auch damals wurden die tollsten Versprechen gemacht und die Anleger blieben auf hohen Schulden sitzen. Man sollte davon ausgehen, dass die Banken daraus gelernt hätten. Doch weit gefehlt. Schrottimmobilien werden weiterhin überteuert an den Verbraucher gebracht und die Vermittler verdienen kräftig daran. Nur die Banken, die heute wissentlich überteuerte Immobilien finanzieren haben sich geändert. Heute sind dies überwiegend die DKB und die ING-DiBa. 

Gibt es einen neuen Schrottimmobilien oder einen neuen „Geschlossenen Immobilien-Fonds“ Boom?

Johann Tillich, Präsident und Finanzexperte des Verein für Existenzsicherung e. V. sieht eine neue Welle von Immobilienanlagenvermittlungen auf die Verbraucher zukommen. Beteiligt daran sind wieder namhafte Banken, Vermittler, Strukturvermittler und Notare. Wer davon ausgeht, dass die Banken unbeteiligt sind, da diese ja nur finanzieren, täuscht sich gewaltig. Diese Objekte werden vorher mit den Banken besprochen und die Finanzierungseckdaten stehen vor dem Vertrieb/Verkauf bereits fest. Nachdem die Objekte verkauft sind, verteilen die Beteiligten die Provisionen und der Kunde hat eine wertlose Immobilie und hohe Schulden.

Wie kann man sich davor schützen?

Schmeißen Sie jeden Vermittler aus der Wohnung raus, der Ihnen ein Steuersparmodell in einer entfernten Stadt anbietet. Lassen Sie sich alle Versprechen, die ein Vermittler macht schriftlich bestätigen. Falls der Vermittler die Darlehensunterlagen der Bank bereits dabei hat und Sie nicht in der Bank beraten werden, lassen Sie die Finger von dieser Anlage, bzw. besuchen Sie die Bank und lassen Sie sich die Werthaltigkeit schriftlich von der Bank bestätigen. Kaufen Sie niemals eine Wohnung, die Sie nicht gesehen haben. Lassen Sie die Angebote von externen Spezialisten vor einer Unterschrift prüfen. Unterschreiben Sie niemals unter Zeitdruck! 

Es geht um Ihre Existenz und die Ihrer Familie!

Bedenken Sie immer: Die Bank und die Vermittler wollen immer nur Ihr Bestes – Das ist Ihr Geld!

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