Abgezockt mit schufafreien Leasingverträgen

Wer nun ein Auto bestellt und den angebotenen Leasingvertrag unterschreibt, erlebt sein blaues Wunder. In einem Fall bezahlte ein Selbstständiger die Anzahlung von 3.500,– € und die monatliche Rate von 450,– €. Beim nächsten Anruf kam der Schock. Es sollte eine Bürgschaft über den Restbetrag von 15.000,– € an die Leasingfirma hinterlegt werden.
Da keine Bürgschaft geleistet werden konnte, platzte der Leasingvertrag. Erst beim genauen nachlesen der AGB, die erst nach Vertragsunterzeichnung zugeschickt wurden, fand sich die Klausel: Soweit nicht individualvertraglich abweichend vereinbart, ist mit Abschluss des Leasingvertrages eine Kaution in Höhe des vertraglich vereinbarten Andienungsbetrages in bar oder durch Beibringung einer Bürgschaft zu leisten.
Die Leasingfirma hat die Anzahlung einbehalten und kann noch einen Schadensersetz in Höhe von 15 % fordern.
Da auch das Auto nicht abgenommen werden kann, kann auch das Autohaus Schadensersatz verlangen, da es sich um 2 verschieden Verträge handelt.
Hier handelt es sich wohl um eine neue Art der Abzocke, da vermutlich keine Leasingfinanzierungen vermittelt werden sollen, sondern nur Verbraucher um die Anzahlung gebracht und am Schadensersatz verdient werden soll.

Falls Ihnen die Leasingfirma die AGB oder den Vertrag nicht vorher aushändigen will, sollten Sie die Finger von diesen Angeboten lassen. Jede seriöse Firma händigt die AGB`s, bzw. die entsprechenden Vertragsunterlagen vor dem Abschluß aus.

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