Durch Verhandlungen wurde unser Mitglied ihr Steuersparmodell los

Leserbrief:

Nach dem Treffen mit Herrn Tillich und Herrn Fiala auf der Mitgliederversammlung des VfE am 16.11.97 habe ich den Kampf
„David gegen Goliath“, S. gegen Hypo-Bank aufgenommen. Es war ein anstrengender Kampf, er hat ein Jahr gedauert, aber es hat sich gelohnt.
Ende 91, als ich noch Single war, habe ich mir ein Steuersparmodell andrehen lassen. Mittlerweile habe ich drei kleine Kinder, habe geheiratet und beziehe Sozialleistungen. Mein Mann ist selbstständig und wenig erfolg-
reich.

Kurz nach der Geburt meiner Tochter im Okt. 94, merkte ich bereits, daß mit der Immobilie etwas nicht stimmt. Ein Makler schätzte den max. Verkaufspreis auf ca. 2/3 des Gesamtaufwands. Diese Entdeckung habe ich ganz schnell verdrängt. Bis etwas passierte, das mein Leben so veränderte, was die Abzahlung der Immobilie in unerreichbare Ferne rückte. Im Okt. 95 wurde ich ungewollt schwanger, mit Zwillingen. Ich war völlig fertig, konnte weder essen noch schlafen. Nach fast drei Monaten hatte ich mich entschieden. Schließlich konnte ich mich nicht wegen der Schulden bei der HypoBank zum Mörder meiner Kinder machen.

Im März 97 kam ich durch meine Freundin zum VfE. Mit der Unterstützung von Herrn Tillich schrieb ich im Dez. 97 an die Hypo-Bank. Ich schilderte meine Situation, stellte die Ratenzahlungen ein und bat um einen Termin, mit dem Ziel einer außergerichtlichen Einigung zwischen der Hypoank und mir.
Das Ergebnis war niederschmetternd. Die Bank beteuerte ihre Unschuld und hätte noch nie etwas von „Darlehensreduzierung“ in Einzelfällen gehört. Dabei wußte ich, daß genau das Herr Tillich für andere schon erreicht hatte. Man gab mir lediglich 3 Monate Zeit, das Objekt angemessenen zu verkaufen und erwartete dann einen Rückzahlungsvorschlag der Restschuld. Das Objekt ist jedoch mit großen Baumängeln behaftet und deshalb unverkäuflich. Der Bauträger wird gerade auf 5 Mio. Schadenersatz verklagt. Das interessierte die Bank nicht.

Ich schrieb 7 verschiedene Fernsehmagazine an, schilderte meinen Fall mit der Bank und der DEURAG und fügte alle nötigen Kopien zur Untermauerung bei. Auch hier hagelte es fadenscheinige Ablehnungen. Anscheinend fand man die HypoBank zu mächtig, um etwas derartiges gegen sie zu veröffentlichen.

Herr Tillich hat sich wieder eingeschaltet und meinen Fall nochmals bei der Hypo-Bank zur Prüfung eingereicht. Eine Darlehensreduzierung wurde wieder abgelehnt, weil sich die Umsätze meines Mannes ja noch erhöhen könnten und der dann für die Schulden gerade stehen könnte. Es gab auch von anderer Seite den Vorschlag, pauschal für eine Gruppe Geschädigter je 30 % Darlehensreduzierung bei der Bank durchzusetzen. Meiner Meinung nach kann das nicht funktionieren, denn jeder Fall ist anders und kann nur einzeln verhandelt werden. Außerdem hätte mir in meinem Fall eine Darlehensredu- zierung von 30 % nicht weitergeholfen.

Ich hatte alle für mich möglichen Hebel in Bewegung gesetzt und immer noch nichts erreicht. Ich fühlte mich hilflos und dachte, daß es keinen Ausweg mehr gibt. Wieder hat mich Herr Tillich dazu motiviert dranzubleiben. Dann kam eine entscheidende Wendung. Die Medien schalteten sich ein, wurden aufmerksam durch die Öffentlichkeitsarbeit von Herrn Tillich. Der Verein gab meinen Fall an die Medien weiter und ich bekam die Möglichkeit zu einem Interview. Auf die Veröffentlichung dieses Interviews im Rahmen des Beitrags „Die Allianz der Abzocker“ von „Die Reporter“ reagierte die HypoBank sehr schnell. Man überschlug sich förmlich, um mit mir schnellstmöglich einen Termin zu vereinbaren.

Dieser Termin war im Hauptgebäude der Hypo Vereinsbank, mit dem Ergebnis, nach Anrechnung des Verkaufs- oder Versteigerungserlöses als auch des Rückkaufswertes der Lebensversicherung auf das Darlehen, erhielt ich die Restschuldbefreiung.

Nach viel Energieaufwand, Tränen, schlaflosen Nächten, einem gescheiterten Verhandlungsgespräch, unzähliger Korrespondenz und Telefonaten mit der HypoBank, Herrn Tillich und nicht zu vergessen Herrn Fiala, habe ich es endlich geschafft, mich von der Last dieser Schrottimmobilie und den damit verbundenen Schulden zu befreien. Ohne die Unterstützung und Motivation von Herrn Tillich und Herrn Fiala hätte ich das nicht geschafft.

An dieser Stelle möchte ich den beiden ganz herzlich dafür danken, daß sie mir zu diesem Erfolg verholfen haben. Ich wünsche mir, daß alle anderen Geschädigten durch meine Geschichte soviel Energie gewinnen, um weiter zu kämpfen an der Seite von Herrn Tillich, damit dieses kein Einzelfall bleibt.
Vielen Dank!

Stefanie S.
(Name der Redaktion bekannt)

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