Problem mit Steuersparmodell gelöst! Darlehenserlaß erreicht

Leserbrief:
Sehr geehrter Herr Tillich, liebe Mitgeschädigte,

zum Ersten muß ich mich bei Ihnen, sehr geehrter HerrTillich, ganz herzlich für Ihre Unterstützung bedanken was unsere Probleme betrifft. Sie haben diesbezüglich ganz schön was auf den Weg gebracht. Vor allem wenn ich bedenke, wie ich für meine Sorgen, die ich damals wegen des Verlaufes meiner Angelegenheit hatte, regelrecht lächerlich gemacht wurde. Meine damalige Freundin, die im September 1994 alles in die Wege geleitet hat für mich – ich, die gerade ein halbes Jahr mit 2 Kindern alleine lebend –
– um Steuern zu sparen. Diese sollten gleich in ein schönes Stück Eigentum fließen. Daß ich aber keinen Pfennig Eigenkapital hatte störte niemand. Meine Freundin meinte, die Bank würde für mich schon alles ordnungsgemäß regeln, ich bräuchte mir keine Sorgen machen. Dies wäre deren tägliche Arbeit, die wüßten schon was sie tun. Wußten sie nicht. Das Unglück nahm seinen Lauf:
– Gleich zu Beginn wurde der Notar Termin vor den Termin mit der Bank gelegt – war mir unheimlich, ich wurde aber beruhigt
– Überweisungen wurden getätigt, bzw. von meiner Freundin weitergeleitet – 58% Anzahlung für Wohnung, Abschluß einer LV zur Tilgung der Immobilie, Maklergebühr und Gebühr für Mietgarantie (5 Jahre), alles auf die Finanzierung aufgerechnet.
– Vertrag zur Mietgarantie (Bedingung meinerseits zum Kauf) wurde immer verschoben (Ich solle mich nicht dauernd in ihre Organisation einmischen, sie würde sich schon drum kümmern – das ist bis heute nicht geschehen).
– Sechs Wochen nach den Überweisungen wurde mir von meiner Freundin eröffnet, es sei ein Mißgeschick passiert, die Bank hätte von sich aus 100% des Kaufpreises „aus Versehen“ überwiesen. Ich wollte den zuviel bezahlten Betrag zurück, aber ich wurde von der Bank beruhigt. Bei solchen Situationen würde man mit dem Bauträger eine Verzinsung vereinbaren. Ich fing an, brav zu bezahlen, bis ich merkte: Wohnung vier Monate später, als geplant, fertig – Vermietung schlecht, nach sechs Monaten den ersten Mieter aber nur für vier Monate. Dann ein ganzes Jahr keinen Mieter. Handwerkerarbeiten schlecht ausgeführt bzw. nicht fertiggestellt, (Handwerker wurden von dem Bauträger nicht mehr bezahlt). Ich habe versucht mit einem Anwalt die zu früh bezahlten Beträge von der Bank wieder zurückzufordern. Vergeblich, Anwaltsgebühren DM 18.000,-. Ich war so verzweifelt, es sah so aus als hätte ich alle gegen mich, oder – ich bin unfähig. Nun versuchte ich beim Ombudsman um
Hilfe zu fragen. Dieser gestand mir dann auch Schadensersatz zu, den die Bank erst 7 Monate später teilweise zugestand. Das half mir aber auch nicht mehr. Ich war zwischenzeitlich finanziell so überlastet, ich hätte diese Wohnung lieber heute als morgen weg, sie hat mir nur Unglück gebracht. Aber die Bank hätte mir damals nur maximal DM 150.000,- (anstatt DM 260.000,-) dafür gegeben. Ich bin zu müde um noch um etwas zu kämpfen.
Da hörte ich im September 98 von Ihnen, Herr Tillich. Ich hatte plötzlich wieder Hoffnung, mich doch noch jemandem anvertrauen zu können. Nun bin ich die leidige Wohnung los und habe mit Ihrere Hilfe eine wirtschaftliche Lösung mit der Bank erreicht. Der jahrelange Kampf hat sich doch noch gelohnt und ich kann wieder ohne diese finanzielle und nervliche Belastung in die Zukunft blicken. Nochmals ganz, ganz herzlichen Dank für alles. Ohne Sie würden Tausende – oder mehr – Anleger an ihrem eigenen Verstand zweifeln. Es tut einfach gut, jemanden hinter sich zu haben, der einem glaubt.

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