Schrottimmobilien und kein Ende? Staatsanwaltschaft schlägt in Berlin zu!

Wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft in einer Presseerklärung mitgeteilt haben, ermittelt man offensichtlich wegen gewerbsmäßigen Bandenbetruges durch die Verkäufer von sogenannten Schrottimmobilien. Den Beschuldigten wird im Rahmen des Betruges vorgeworfen, in 21 Fällen, zum Nachteil der Käufer, Schrottimmobilien vermittelt und verkauft zu haben.

Zitat: „Die gut organisierten und arbeitsteilig handelnden Beschuldigten, so die Pressemitteilung, haben den ersten Ermittlungen zufolge den wirtschaftlich unerfahrenen Käufern im Zeitraum zwischen 2008 und 2012 betrügerisch vorgespiegelt, dass der Erwerb der Eigentumswohnungen wegen der zu erzielenden Steuerersparnis und wegen der zu erwartenden Mieteinnahmen für die Käufer wirtschaftlich von Vorteil sein würde. Den Käufern hatten sie dabei vor Abschluss der Kaufverträge bewusst wahrheitswidrig Angaben zu den Wohnungen gemacht. Tatsächlich waren die Kaufpreise für die Wohnungen teilweise um das 2,5-fache des eigentlichen Wertes überhöht.“ (Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Berlin)

Der Schaden soll sich auf insgesamt € 1,8 Mio. belaufen. Auch in diesem Fall sind die Vermittler und Verkäufer wohl so vorgegangen, dass sie sogenannten Musterberechnungen erstellt haben, aus welchen ersichtlich sein soll, dass durch den Erwerb der Immobilie eine geringe monatliche Belastung bestünde.

Im Zusammenhang mit der Durchsuchung wurden auch Unterlagen bei zwei in Berlin ansässigen Notaren sichergestellt. Beide Notare sollen vielfach für eine bereits bekannte Vertriebsfirma, die Grüezi GmbH und deren Vertrieb Kaufverträge beurkundet haben. Die Staatsanwaltschaft bestätigte jedoch, dass die hier tätigen Notare nicht verhaftet wurden.

Gegen einen der beiden im Fokus stehenden Notare wurde aber bereits im Jahre 2011 der Vorwurf erhoben, Schrottimmobilien beurkundet zu haben.

Diese erneute Durchsuchung und die erneuten Ermittlungen belegen, dass Vertriebe, Bauträger und auch Notare nach wie vor Hand in Hand völlig überteuerte Immobilien an unerfahrene Käufer verkaufen.

Bereits im November 2013 wurde ein in Berlin ansässiger Notar zu 3 ½ Jahren Haft verurteilt. Gleiches ist auch im Rhein-Main-Gebiet geschehen, wobei ein Notar aus Rüsselsheim und ein Notar aus Limburg zu über 3 Jahren wegen bandenmäßigen Betruges im Zusammenhang mit dem Verkauf und der Vermittlung von Schrottimmobilien verurteilt wurden.

Bundesweit ist daher die Tendenz zu verzeichnen, dass die Staatsanwaltschaften derartigen betrügerischen Modellen keinen Vorschub mehr leisten, sondern vielmehr dazu übergegangen sind, hier die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Als betroffener Erwerber einer derartigen „Schrottimmobilie“ ist anzuraten, sich an erfahrene Rechtsanwälte und Berater zu wenden. Nicht selten kann außergerichtlich zumindest mit den finanzierenden Banken eine einvernehmliche Lösung gefunden werden.

Das Vorgehen der Staatsanwaltschaft Berlin sollten sich auch andere Staatsanwaltschaften aneigenen und endlich gegen betrügerische Vermittler, Bauträger, Notare und Banken vorgehen. Bedauerlicherweise müssen wir immer wieder feststellen, dass Strafanzeigen gegen Banken mit dubiosen Begründungen eingestellt werden. Auch Strafanzeigen gegen Vermittler werden durch viele Staatsanwaltschaften verzögert bearbeitet. Bei einer dieser Strafanzeigen stellte die Staatsanwaltschaft Regensburg nach zwei Jahren fest, dass sie gar nicht zuständig sei. Dieses Verhalten ist nicht hinnehmbar.

Dieser banden- und gewerbsmäßige Betrug wäre ohne namhafte Banken nicht durchführbar. Aus internen Unterlagen  dieser namhaften Banken die uns mittlerweile vorliegen, ist ersichtlich das die Steuersparmodelle eingertet wurden und zum Teil bis zu 160 % des Beleihungswertes finanziert wurden. Daher ist nachgewiesen, dass den Banken sehr wohl bewusst war, dass die Kunden mit hohen Krediten in die Schuldenfalle gelockt wurden.

Gerade diese Banken, die bewusst überteuerte Steuersparmodelle finanziert haben, gehen heute gnadenlos gegen die Kunden vor und treiben diese auch noch in die Insolvenz. Jeder der seine Steuersparmodelle besitzt wird über kurz oder lang sein finanzielles Fiasko erleiden. Hier ist dringend angeraten, seinen Fall prüfen zu lassen, um eine Lösung zu erreichen und die Insolvenz zu vermeiden.

Der Verein für Existenzsicherung und seine Rechtsanwälte führen hier eine kostenlose Erstberatung durch. Fordern Sie bitte die entsprechenden Unterlagen bei uns an.

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